Gute Krisenkommunikation beginnt vor dem Ereignisfall. Klare Zuständigkeiten, funktionierende Meldewege und abgestimmte Prozesse sind entscheidend, damit die Unternehmenskommunikation auch unter Zeitdruck handlungsfähig bleibt.
Funktionieren theoretisch erstellte Krisenkommunikationskonzepte auch in der Praxis? Eine Krisenübung macht Abläufe unter realistischen Bedingungen erlebbar und zeigt, wo Strukturen bereits tragen und wo nachgeschärft werden sollte.
Für die RhönEnergie Gruppe haben wir eine eintägige Krisenübung (Projektjahr 2026) konzipiert und gemeinsam mit dem Kommunikationsteam vor Ort durchgeführt. Ziel war es, Rollen und Verantwortlichkeiten zu schärfen, einen einheitlichen Wissensstand zu schaffen und bestehende Abläufe praktisch zu erproben.
Nach einem kompakten Theorieimpuls zu den Grundlagen der Krisenprävention hat das Team der RhönEnergie zwei Szenarien aus dem Umfeld kritischer Infrastruktur durchgespielt. UNter unserer Anleitung hat das Team unter anderem die Einordnung von Ereignissen, interne Meldewege und Abstimmungen, die Priorisierung von Kommunikationsaufgaben sowie den Umgang mit kurzfristigen Medienanfragen trainiert. Auch die Erstellung erster Meldungen und die Auswahl geeigneter Kommunikationskanäle waren Teil der Übung.
Zum Abschluss haben wir zentrale Kommunikationsprinzipien und Checklisten für den Ereignisfall erarbeitet. Sie geben Orientierung für den Ernstfall und bilden zugleich eine Grundlage, um die Krisenprävention im Unternehmen gezielt weiterzuentwickeln.